BAUTECHNISCHE UNTERSUCHUNG

Bautechnische Untersuchung: Blower-Door, Thermografie, U-Wert-Messung und Leckageortung

Ob Luftdichtheit, Wärmebrücken, Dämmwirkung oder konkrete Leckagen: Die bautechnische Untersuchung kombiniert vier bewährte Messverfahren zu einer schlüssigen Diagnose der Gebäudehülle.

Beschreibung der Leistung

Wir bündeln Blower-Door-Messung, Thermografie, U-Wert-Messung und Leckageortung zu einer bautechnischen Untersuchung Ihres Gebäudes. Die Verfahren ergänzen sich gegenseitig und liefern gemeinsam ein deutlich belastbareres Bild als jede Einzelmessung.

Viele Schwachstellen an der Gebäudehülle lassen sich mit einem einzelnen Messverfahren nur unvollständig erfassen. Ein Wärmebild zeigt Temperaturunterschiede, aber nicht zwangsläufig deren Ursache. Ein Blower-Door-Test liefert eine Kennzahl für die gesamte Luftdichtheit, aber keine genaue Position der Leckagen. Erst die Kombination mehrerer Verfahren macht aus einzelnen Hinweisen eine belastbare Diagnose. Deshalb bündeln wir Blower-Door-Messung, Thermografie, U-Wert-Messung und Leckageortung zu einer bautechnischen Untersuchung, die je nach Fragestellung individuell zusammengestellt wird.

Die vier Verfahren ergänzen sich methodisch: Die Blower-Door-Messung erzeugt einen definierten Differenzdruck und macht Luftundichtigkeiten der gesamten Gebäudehülle messtechnisch fassbar. Wird dabei gleichzeitig eine Wärmebildkamera eingesetzt, treten die so erzeugten Luftströme durch Leckagen im Thermografiebild deutlich hervor und lassen sich präzise lokalisieren. Die U-Wert-Messung liefert unabhängig davon belastbare Kennwerte zur tatsächlichen Dämmwirkung einzelner Bauteile, gerade wenn Bestandsunterlagen fehlen oder unklar sind. Die gezielte Leckageortung schließlich kombiniert Differenzdruck, Thermografie, Nebelgeräte, Anemometer oder Feuchtemessung situativ, um eine bereits vermutete Schwachstelle konkret einzugrenzen.

Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der Fragestellung ab: Bei der Qualitätssicherung im Neubau oder Effizienzhaus-Projekt steht meist die Blower-Door-Messung im Vordergrund, ergänzt um Thermografie zur Leckagesuche. Bei unklaren Bestandsbauteilen liefert die U-Wert-Messung die fehlenden Eingangsdaten für die energetische Bewertung. Bei konkreten Symptomen wie Zugluft, Feuchteflecken oder Schimmelverdacht steht die gezielte Leckageortung im Mittelpunkt, die je nach Befund weitere Verfahren hinzuzieht. Wir stellen die passende Kombination projektbezogen zusammen, statt schematisch immer das gleiche Paket zu empfehlen.

Alle Untersuchungen werden in einem gemeinsamen, nachvollziehbaren Bericht mit Messwerten, Wärmebildern, Fotos und verständlichen Erläuterungen dokumentiert. Dieser Bericht kann für Förderanträge, Effizienzhaus-Nachweise, die interne Qualitätssicherung oder als Grundlage für die Beauftragung von Sanierungs- und Reparaturmaßnahmen genutzt werden. Auf Wunsch erläutern wir die Ergebnisse direkt vor Ort gemeinsam mit den ausführenden Gewerken.

Teilbereiche im Überblick

Blower-Door-Messung

Blower-Door-Messung

Ein Ventilator wird luftdicht in eine Gebäudeöffnung eingebaut und erzeugt einen definierten Unter- oder Überdruck. Daraus lässt sich die Luftwechselrate der gesamten Gebäudehülle als n50-Wert ermitteln. Dieser kann direkt in der energetischen Bilanierung nach DIN 18599 angewendet werden. Besonders wertvoll ist die Messung während der Bauphase, solange Leckagen an Anschlüssen, Durchdringungen oder Folienstößen noch mit vertretbarem Aufwand behoben werden können, bevor Trockenbau oder Dämmung die betroffenen Stellen verdecken.

Thermografie

Thermografie

Eine Wärmebildkamera macht Temperaturunterschiede an Gebäudehülle, Fensteranschlüssen, Dachflächen und Innenbereichen sichtbar. In Kombination mit einer Blower-Door-Messung treten Luftundichtigkeiten im Wärmebild besonders deutlich hervor, da kalte Außenluft gezielt durch Leckagen strömt. Damit die Aufnahmen aussagekräftig sind, achten wir auf ausreichende Temperaturdifferenz, trockene Witterung und keine direkte Sonneneinstrahlung auf die untersuchten Flächen.

U-Wert-Messung

U-Wert-Messung

Sensoren erfassen Temperatur und Wärmestrom eines Bauteils zerstörungsfrei über mehrere Tage. Daraus lässt sich der tatsächliche Wärmedurchgangskoeffizient ableiten – gerade bei Bestandsgebäuden und historischen Konstruktionen hilfreich, wenn Bauunterlagen fehlen oder reale Bauteilaufbauten von Bestandsplänen abweichen. So entstehen belastbare Eingangswerte für energetische Bilanzierungen und Sanierungsfahrpläne statt pauschaler Annahmen.

Leckageortung

Leckageortung

Bei konkreten Symptomen wie Zugluft, Feuchteflecken, Gerüchen oder Schimmelverdacht grenzen wir die Ursache systematisch ein. Je nach Situation kombinieren wir Differenzdruckmessung, Thermografie, Nebelgeräte, Anemometer oder Feuchtemessgeräte. Das Vorgehen ist bewusst zerstörungsarm gestaffelt: Zunächst werden die betroffenen Bereiche eingegrenzt, bevor – falls überhaupt nötig – punktuell geöffnet wird.

Typische Anwendungsfälle

Vorteile für Kunden

Fördermöglichkeiten

Bei Effizienzhaus- und Qualitätssicherungsanforderungen können einzelne Untersuchungen wie die Blower-Door-Messung förderrelevant sein. Ob dies für Ihr Projekt zutrifft, prüfen wir projektbezogen vor Beginn der Untersuchung.

Ablauf der Zusammenarbeit

Häufig gestellte Fragen

Nein. Wir stellen die passende Kombination je nach Fragestellung zusammen – oft genügen zwei sich ergänzende Verfahren, etwa Blower-Door-Messung und Thermografie.

Ja, alle vier Verfahren sind zerstörungsfrei oder zerstörungsarm. Nur wenn eine Leckage sich anders nicht eindeutig eingrenzen lässt, wird in Absprache punktuell geöffnet.

Bei Neubauten idealerweise während der Bauphase, solange Nachbesserungen noch einfach möglich sind. Bei Bestandsgebäuden richtet sich der Zeitpunkt nach der jeweiligen Fragestellung, etwa vor einer geplanten Sanierung.

Ja. Alle durchgeführten Verfahren werden in einem gemeinsamen, nachvollziehbaren Bericht mit Messwerten, Bildern und Handlungsempfehlungen zusammengeführt.

Ja, alle vier Verfahren lassen sich auch im bewohnten oder genutzten Zustand durchführen, mit geringen und vorab abgestimmten Einschränkungen bei der Nutzung während der Messung.

Erste Einschätzungen sind häufig direkt vor Ort möglich. Der ausführliche Bericht mit allen Messwerten, Wärmebildern und Empfehlungen folgt in der Regel innerhalb weniger Tage.

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